Unsere Praxis unterstützt medizinisches Hilfsprojekt in Nepal

Ab Januar 2016 unterstützen wir finanziell monatlich das Gesundheitszentrum in Nepal von Brepal e.V.
In dem aus Spenden finanziertem Gebäude wird eine medizinische Versorgung angeboten, die fast westlichem Standard entspricht. Deutsche Ärzte kommen regelmäßig zur Ausbildung des medizinischen Personals vor Ort.
Wenn Sie mehr erfahren möchten oder selber spenden möchten, finden Sie weiter Informationen auf http://www.brepal.de.

 

Neues aus Nepal - August 2016

Liebe Freunde und Unterstützer,

so sieht es im Moment in unserem Dorf und vielen Teilen Nepals aus. Der Monsun ist in diesem Jahr wieder sehr stark und bringt enormen Niederschlag mit sich. Die Erde kann die großen Wassermassen einfach nicht mehr aufnehmen, so dass Schlammlawinen entstehen, die alles, was im Weg steht, mit sich reißen.

Es hat in Gulmi und anderen Landesteilen Nepals 4 Tage ununterbrochen geregnet, so dass viele Flüsse das Land überschwemmen und Straßen und Wege unpassierbar machen. Vor allem die vom Erdbeben zerstörten Gebiete sind davon betroffen. Es sind leider schon 54 Todesopfer zu beklagen. Die Menschen in Nepal bekommen einfach keine Ruhe, um sich von all den Katastrophen der Vergangenheit zu erholen. Im März und April 2015 ereignete sich das fürchterliche Erdbeben, von September bis Dezember 2015 fand der Streik und Konflikt mit Indien statt, der ebenfalls verheerende Folgen hatte, und nun bedrohen die Auswirkungen des Monsuns die Menschen. Das Erdbeben ist der geographischen Lage Nepals geschuldet, die zwei anderen Katastrophen sind aber von Menschen verursacht: der Streik durch das rücksichtslose Verhalten von Menschen mit ihren Individualinteressen, die Veränderung der allgemeinen Wetterlage durch das Global Warming. Die alten Menschen in Banjhakateri können sich nicht erinnern, jemals solche Niederschläge erlebt zu haben.

Hier ein Auszug aus einem Artikel, der in „Live Science“ am 20.07.2016 erschien:

„This year may be only half over, but 2016 is already on track to be the hottest year ever on record, with each of the first six months, from January to June, setting new temperature records, NASA officials announced this week.
For the first time, NASA shared a midyear climate analysis, doing so because temperature averages this year have been so in excess of previous data, agency officials said. NASA's data showed that each month in 2016 was the warmest respective month globally in the modern temperature record, which dates to 1880. This trend suggests 2016 will surpass 2015 as the hottest year on record, NASA said.
"2016 has really blown that out of the water," said Gavin Schmidt, director of NASA's Goddard Institute for Space Studies in New York City.“

Hauptverursacher des Klimawandels ist Kohlendioxid (CO2). Das Gas ist für mehr als 60 Prozent der weltweiten Erderwärmung verantwortlich. In den letzten 420.000 Jahren waren die CO2-Werte in der Atmosphäre niemals höher als heute. Die wichtigsten Quellen für CO2 sind Kohle, Erdöl und Gas. Etwa 97 Prozent der Emissionen in westlichen Industrienationen entstammten der Verbrennung dieser fossilen Rohstoffe zur Energiegewinnung. Rund 31,5 Milliarden Tonnen CO2 werden jährlich in die Erdatmosphäre geblasen – das sind mehr als 900 Tonnen in jeder Sekunde. Mit dramatischen Folgen: der Anstieg der globalen Temperaturen gefährdet ernsthaft die fragilen Wechselwirkungen des Weltklimas.

Die reichen Industrienationen, so auch Deutschland, sind die Hauptverursacher und Profiteure der Ausbeutung der fossilen Brennstoffe, die Suppe auslöffeln müssen die Menschen in Bangladesch oder wie jetzt gesehen, auch die Menschen in Nepal. Ihr mögt meine emotionale Art entschuldigen, ich bin erschüttert von den Nachrichten aus Nepal und den Bildern aus unserem Dorf. Wir versichern unser Hab und Gut in Deutschland mit Elementarversicherungen, die Armen müssen immer wieder von vorne anfangen.


Bishnus Haus, das nicht mehr sicher ist


Hier stand einmal die Toilette von Dahani, unserem Hausmeister


Das ist die Schule vom Ward Nummer 1

Es ist aber gut zu wissen, dass Sie und Ihr an der Seite von Brepal seid und damit auch Hilfe in dieser Notlage möglich ist. Im Ward Nummer eins ist die kleine Schule völlig zerstört, einige Häuser in unserer Umgebung müssen abgerissen werden, die Toilette unseres Hausmeisterehepaars gibt es nicht mehr. Das Haus ist nicht sicher. Die Familie schläft zurzeit bei Freunden. Ich denke, dass Brepal in dieser Notlage helfen muss. Dank der großzügigen Spenden ist das möglich.
 
Um jetzt aber auch etwas Positives zu berichten: unser Haus und der Neubau des Personalwohnheims sind nicht betroffen. Wir haben vor zwei Jahren ca. 6.000 Euro für die Sicherung vor solchen Schlammlawinen investiert, diese Investition hat sich jetzt bezahlt gemacht. Das Wohnheim haben wir mit einem System von Erdplastiksäcken geschützt.  Die neuen Häuser im Dorf müssten in Zukunft ebenso gesichert werden. Die Bauern haben das System schon während des Baus interessiert studiert und werden da sicher nach logistischer Hilfe fragen.


Sicherung für das Wohnheim


Great wall of Banjhakateri


Gompa, Nonnenkloster von Bigu vor dem Erdbeben


Gompa von Bigu nach dem Erdbeben

Bleibt an unserer Seite und vergesst nicht das ferne Nepal, auch jetzt nicht, wo wir in Deutschland und Europa ebenfalls genug Probleme haben.

Dhanyabad
Klaus

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